Archiv 2017

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Hochkönig 

Die bekannte Skiroute vom Arthurhaus zum höchsten Punkt der Berchtesgadener Alpen ist immer wieder für ein kleines Abenteuer gut.

Diesmal hatten wir uns allerdings ein traumhaftes Wetter ausgesucht mit einer geschlossenen Nebeldecke im Tal und strahlend blauem Himmel über uns. Die Aufstiegsspur war schon am Morgen aufgefirnt und so problemlos zu gehen. Für einige der 14 Skibergsteiger war an der Torsäule aber bereits Schluss, die Hitze machte doch arg zu schaffen und ein Teilnehmer hatte einen Bindungsbruch. Auf dem Plateau mussten an einigen kurzen felsigen Passagen die Ski abgeschnallt werden, letztendlich erreichten acht das Matrashaus.

Die Abfahrtsroute wählten wir etwas nördlicher um den lästigen kurzen Tragepassagen auszuweichen. Ein kurzer Gegenanstieg führte uns oberhalb eines 45° Steilhanges zurück zur Aufstiegstrasse – gut getroffen. Der Hang war schön aufgefirnt und so problemlos zu meistern. Im unteren Abschnitt musste man an einigen Passagen mit tiefen Sulz fertig werden. Am Ausgangspunkt lockten zuerst ein Après-Ski Lokal und anschließend die herrliche Sonnenterrasse vom Arthurhaus um die durstigen Kehlen wieder aufzufüllen.


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Skitouren im Jamtal, Silvretta

Knapp ein Meter Neuschnee und kalte Temperauren bescherten uns hervorragende Verhältnisse rund um die komfortable und hervorragend geführte Jamtalhütte. War es am ersten Tag bei fast 20 Grad Minus und steifer Brise aus Nord noch recht ungemütlich, so folgten vier traumhafte Skitourentage bei herrlichem Wetter und perfekten Bedingungen. Bis zu zehn der umliegenden Dreitausender wurden bestiegen und einige jungfreuliche Pulverschneehänge mit unseren Spuren verziert. Das Einspuren der anspruchsvollen Topziele Dreiländerspitze und Augstenspitze durften wir auch übernehmen, was immer ein besonderes Erlebnis ist. Ein Besuch auf der herrlich gelegenen Wiesbadener Hütte im Rahmen einer Runde stand ebenfalls auf dem Programm. Die 16 Teilnehmer waren in zwei Gruppen unterwegs, somit wurde auch niemand überfordert. Im Gastraum der Hütte erhielten wir unseren Stammplatz in einer gemütlichen separaten Ecke. Wir hatten dort schön Platz um das Dreigängemenü zu genießen und die Hüttenabende recht gesellig ausklingen zu lassen.

Bericht und Fotos

Sepp Rehrl


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Nein Dünn!
Sportklettern Frankenjura
25.-28. Mai 2017

Während der Anfahrt haben wir festgestellt, dass ausgenommen vom Georg noch Niemand von uns in der Fränksichen Schweiz beim Klettern war. Aber jeder schon eine Menge von diesem tollen Klettergebiet gehört hat und deshalb unbedingt mal hin wollte! Jetzt war es endlich soweit!

Den ersten Klettergarten steuerten wir schon bei der Zufahrt am Vormittag an. Zwar schon im Frankenjura, aber noch im Regierungsbezirk Oberpfalz, ging es in Hirschbach an den Klettergarten „Schlaraffenland“. Die Touren dort waren meist nicht allzu schwer, aber an die Höhe bis zum ersten Haken mussten wir uns schon mal gewöhnen. Nach einer Einkehr in Hirschbach ging es dann weiter zu unserem Quartier in Gößweinstein, im Herzen der Fränkischen Schweiz.

Die Quartiere waren bezogen, die Energiespeicher wieder gefüllt. Somit wanderten wir direkt vom „Gasthof Fränkische Schweiz“ aus zum zweiten Tagesziel, den „Napoleon“. Die Wanderer schauen uns aufmerksam zu, wie wir uns zum Klettern vorbereiten. Direkt neben dem Einstieg zum Nordgipfel des Napoleon führt unterhalb der Burg von Gößweinstein ein schöne Wanderweg entlang der Felswände. Die Kinder starren neugierig auf unser Equipment und fragen ihre Eltern wozu das viele bunte Zeug da gut sein soll. Der erste Haken steckt, wie in der Fränkischen Schweiz nicht unüblich, erst in ca. 8 Meter Höhe und deshalb muss in den schönen Riss auf den ersten Metern noch ein oder zwei Friends gelegt werden! Gesagt, getan! Auf den nächsten Metern nehmen die Schwierigkeiten stetig zu, aber jetzt ist die Tour gut mit Bohrhaken abgesichert. In schöner Kletterei geht es jetzt rechts auf die Kante und ich glaube meinen Augen nicht: Dieser Zapfen ist nur ca. 20 cm dick, nein Dünn! Ich bin absolut begeistert und ziehe unschwierig die letzten Meter bis zum Umlenker am höchsten Punkt durch! Im Frühjahr, wenn die Buchen ein dichtes Blätterkleid tragen, kann man von unten die zierlichen Dimensionen des Napoleon (Südgipfel) nicht erkennen!

Jetzt soll noch der Nordgipfel des Napoleon bestiegen werden: In einem gut abzusichernden Risssystem geht es senkrecht im 5. Schwierigkeitsgrat bis auf den Gipfel. Dieser Kletterfels ist in der Fränkischen Schweiz wahrlich herausragend, weil das Gipfelplateau über den Baumwipfeln ragt und auch ein Gipfelkreuz dort oben aufgestellt ist. Wir verweilen eine Zeit in der Abendsonne am Gipfel und lassen unsere Blicke über die malerischen Hügel schweifen. Wie in einer Modellbahnlandschaft schlängelt sich die Straße und die Eisenbahntrasse unter uns durch das Tal der Wiesent. Wir können auch einige Kletterer an den umliegenden Felsen ausfindig machen, bevor wir uns abseilen und zurück zum nahe gelegenen Gasthof Fränkische Schweiz in Gößweinstein gehen. Die erste laue Sommernacht in diesem Jahr können wir bis zur Sperrstunde angenehm im schönen Biergarten verweilen. Wir wären gern noch länger sitzengeblieben, auch wegen der geringen Preise und dem guten Essen. Aber es hat auch so gereicht und wir waren am nächsten Tag dafür wieder alle fit und motiviert zum Klettern!

Für den nächsten Tag haben wir den Klettergarten mit dem Namen „Intensivstation“ ausgewählt. In bestens abgesicherte Routen fühlen wir uns im typischen steilen Fels mit vielen Löchern im Frankenjura langsam wohl. Nach einer Stärkung in Behringersmühle, dem geographischen Zentrum der Fränkischen Schweiz, fahren wir nachmittags noch zur „Schlosszwergwand“, welche im Führer mit vielen Sternen empfohlen wird. Nach nur wenigen Minuten Zustieg stellten wir fest, dass wir nicht die einzigen waren, die diese Idee hatten. Aber ein paar Touren waren doch frei, die wir dann auch gleich für uns blockierten. Die Sterne im Kletterführer waren absolut gerechtfertigt: Von oben bis unten ist der feste Fels mit scharfkantigen Löchern bestückt – Frankenjura vom Feinsten!

Stefan musste aus persönlichen Gründen leider vorzeitig abreisen. Seine Aufgabe übernahm dann Hubert. Die Ziele am Samstag waren die „Jubiläumswand“ im Wiesenttal und die „Elfenwelt“ nahe Türkelstein. Am Sonntag ging es nach der Abreise vom Gasthof ins Trubachtal an die „Haselstaudener Wände“. Getreu dem Zitat von Wolfgang Güllich„Man geht nicht nach dem Klettern zum Kaffeetrinken, Kaffeetrinken ist integraler Bestandteil des Kletterns.“ machten wir dies noch zum Abschluss in Obertrubach. Georg und Helmut besuchten dort das Grab dieser Kletterlegende, der 1991 mit der Route „Action Directe“ im Frankenjura den 11-en Grad eröffnete. Zu allerletzt nun noch Dank an Hubert, dass er für Stefan eingesprungen ist.

Bericht und Fotos: Georg, Stefan


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Die Glück!
Klettern in den Dolomiten 
06.-09. Juli 2017

Jetzt noch? Ja natürlich! Wenn ich erst mal auf der Terrasse der Gartlhütte sitze, habe ich sicher keine Lust mehr nochmal zum Klettern zu gehen, auch wenn der Zustieg mit 10 Minuten sehr kurz ist. Also gehen wir nach dem wir Mittags die Delagokante auf den Delagoturm geklettert sind noch an den Wandfuß des Torre Piaz und schauen genau ob und wo es hier kletterbare Touren geben könnte. Wir entdecken zwei Bohrhakenlinien, die aber ziemlich „zach“ aussehen und einen einsamen Schlaghaken mitten in der Wand. Gehört dieser zu einer klassischen Linie? Wir schauen noch weiter bis an die Südwestkante und dann ist es klar: Hier steigen wir ein! Die Route ist nur anfangs in der Wand und führt uns dann am sehr scharfen Grat weiter nach oben. Links bricht der Fels jetzt einige Hundert Meter senkrecht nach unten ab. Wie in den Dolomiten üblich, ist die Absicherung mit wenigen Schlaghaken spärlich, aber mit Friends und Keilen lassen sich gut weitere Zwischensicherungen anbringen. Es ist nicht schwer, nur ein 4-er, aber bei dieser extremen Ausgesetztheit bewegt man sich irgendwie respektvoll an der messerscharfen Kante weiter nach oben. Wir sind alle begeistert, dass wir heute nochmal eine gleich beeindruckende Seillänge wie an der Delagokante klettern dürfen. Stand! Eine zweite kurze Seillänge führt uns zur Abseilstelle. David seilt sich als erstes ab und macht noch ein paar schöne Fotos wie Eli und Hubert die letzten Meter klettern und wir uns ebenfalls abseilen. Dann schmeckte uns das Bier noch ein bisschen besser, als wenn wir direkt zur Gartlhütte abgestiegen wären! Nach dem Essen gehen wir nochmal raus frische Luft zu schnappen und die Abendstimmung zu genießen: Im warmen Licht der untergehenden Sonne sind die Vajolettürme am fotogensten!

Am ersten Tag sind wir bis nach Wolkenstein gefahren und an der Stevia (Geislergruppe) die Westkante auf den Glückturm geklettert. Die Hüttenwirtin der traumhaft gelegenen Juac Hütte hat die Klettertour liebevoll einfach nur „die Glück“ genannt! Dabei hatten wir mit dem Wetter an den vier Tagen in den Dolomiten „das Glück“… egal!

Am Freitag ging es dann weiter auf die renovierte Gartlhütte und sind dann gleich noch in die Delagokante eingestiegen.

Aber es gibt an den Vajolettürmen nicht nur einige der schönsten Gratkanten im Alpenraum zu klettern, sondern auch tolle Risse und Kamine! Leider ist man bei solch schönen und bekannten Klettertouren nie alleine. So müssen wir uns in der „Fehrmann“ (Elbsandsteinpionier) auf den Stabelerturm und im Winklerriß auf den Winklerturm mit vielen anderen Seilschaften arrangieren. Aber mit der nötigen Geduld dürfen wir uns in tollem Fels die Kamine nach oben stemmen und haben einen herrlichen Klettertag!

Seit meiner letzten Sektionstour im Rosengarten vor einigen Jahren, hatte ich nicht nur die Vajolettürme ganz oben auf meiner Wunschliste, es hat sich auch noch das Bild des Fensterlturm fest in meinem Kopf verankert. Der Fensterlturm ist eine nur wenige Meter dicke Wandscheibe mit einem Loch (Fensterl), in dem ein Kreuz befestigt ist. Also sind wir am Sonntag nicht direkt abgestiegen, sondern haben noch den landschaftlich sehr schönen Umweg über die Rotwandhütte genommen um dieses einmalige Felsgebilde zu beklettern. Wieder „nur“ im 4. Schwierigkeitsgrat erreichen wir den höchsten Punkt und seilen uns direkt am Fenster vorbei ab: Beeindruckende Berg- und Kletterziele an die man sich noch sehr lange erinnert, müssen nicht schwierig sein! Solche Touren werde ich in den nächsten Jahren für meine (Sektions)Touren auswählen!

Tourenleitung und Bericht: Stefan

Fotos: David, Hubert, Stefan


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LVS_Kurse Dezember 2017
Großes Interesse fanden im Dezember die beiden angebotenen LVS Kurse! Unter der Leitung von Sepp Rehrl und Klaus Ober konnten insgesamt 30 Teilnehmer bei den beiden Kursen den Umgang mit ihrem LVS Gerät üben. Wie alle Teilnehmer feststellten, ist ein ständiges Üben mit dem LVS Gerät, sowie Sonde und Schaufel, lebenswichtig um im Ernstfall schnelle Hilfe zu gewährleisten.

Bericht: Klaus Ober

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