Berichte

Tourenberichte 2019

Berichte folgen….

Tourenberichte 2018

Ehrenamtstag der DAV Sektion Teisendorf
Fast 70 aktive DAVler machten sich am Freitag, den 19. Oktober auf den Weg zur Unternberg Alm, nahe Ruhpolding. Zu Fuß, mit dem Rad oder auch mit der Sesselbahn bewältigten die 48 in der DAV Sektion Teisendorf tätigen Ehrenamtler den Anstieg zur Alm. Sie alle fanden sich dort ein, um für ihr Engagement im Ehrenamt für die DAV Sektion Teisendorf eine Anerkennung in Form eines geselligen Abends, inklusive Abendessen zu erhalten. Mit dabei waren auch zum Teil die Partner der ehrenamtlich Tätigen, denn selbst wenn diese nicht für die Sektion tätig sind, so stehen sie doch ihrem Partner/in zur Seite und machen vieles erst möglich.

Natürlich können damit kaum die vielen geleisteten ehrenamtlichen Stunden aufgewogen werden, es erwartet auch niemand eine Gegenleistung. Lohn der Arbeit ist das Wissen der Gemeinschaft gedient zu haben, sein kleines Scherflein beigetragen zu haben. So freut es den Tourenleiter, wenn eine lange Bergtour erlebnisreich und verletzungsfrei beendet ist, der Wegeteammitarbeiter ist zufrieden, wenn sein Weg nach massiven Wettereinflüssen wiederhergestellt wurde, der Hüttendienst ist glücklich, wieder genug Brennholz vor der Hütte zu haben und der Kindergruppenleiterin wird es warm ums Herz, wenn die Kleinsten mit leuchtenden Augen begeistert die Natur erkunden, nur um einige Beispiele zu nennen.

So wurde in geselliger Runde manches Glas geleert, die vom Wirt aufgetischten Speisen verkostet und der vom ersten Vorsitzenden Georg Eckart vorgetragenen Rede zum Ehrenamt gelauscht. Die Anwesenden nutzten die Gelegenheit, alte Bekannte wieder zu sehen und neue Gesichter kennen zu lernen. Der Abend verging viel zu schnell, aber da die meisten den Rückweg zum Parkplatz zu Fuß bewältigen wollten, löste sich die gesellige Runde gegen 21:30 Uhr auf.

Elke Weis
Schriftführerin


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Zweimal naß!
Grundkurs Eis am Sustenpass

Ein kalter Wind zieht vom Berg herab. Wir ziehen uns Jacken über die verschwitzten Shirts. Der tosende Gletscherbach rauscht so laut, dass wir uns kaum mehr Unterhalten können. In abgestuften blautönen schimmert das blanke Eis im Gletschertor! Mit einem wirklich beeindruckenden Naturschauspiel werden wir auf dem Steingletscher empfangen!
Da es in der Schweiz, auch auf Grund des ungünstigen Wechselkurses derzeit so teuer ist, habe ich diese privat und natürlich auch für Sektionstouren bewusst vermieden. Doch die Steinlodge am Sustenpass ist nicht ganz unverschämt und es hätte auch die Möglichkeit gegeben sich selbst zu verpflegen. Als wir am Sustenpass einchecken sagt der Wirt anfangs nichts, aber er hört genau zu was wir sagen. Wir hätten einen schönen Dialekt, dann sind seine ersten Worte! Ein herzlicher Empfang!
Gleich am Donnertag gehen wir noch den kurzen Weg auf den Gletscher und beginnen mit der Ausbildung: Die ersten Schritte mit Steigeisen, wie wann wo anseilen, einen T-Anker graben, eine Eisschraube setzen.

Am Tag darauf wird das bereits gelernte verfestigt und die Sicherungstechnik im steilen Gelände im laufenden Seil geübt. Am Nachmittag üben wir noch die Spaltenbergung mit der losen Rolle an einer Firnkante. Beim Abstieg erwischt uns leider ein Regenschauer und wir werden sehr naß. Nach einer warmen Dusche beim leckeren und reichlichen Abendessen ist dies aber schnell wieder vergessen. Das Frühstücksbuffet ist mit Caotina, Ovomaltine zum Trinken und als Brotaufstrich und leckeren Käse typisch für die Schweiz. Natürlich ist alles ein wenig teuer, als wir es in Deutschland gewohnt sind, aber wir werden fair behandelt: Es wird bei der Abrechnung der richtige Wechselkurs verwendet und vor der Heimreise dürfen wir sogar noch die Dusche benützen. Soviel Gastfreundschaft gibt es in der Schweiz leider nicht überrall!

Am Samstag führt uns eine Übungstour, bei wieder hervorragenden Wetter auf den mittleren Tierberg (3.309 m). Nach einer weiteren Spaltenbergungsübung an einer echten Gletschespalte werden wir zweimal naß: Erst innerlich mit Kaffee und Bier auf der Terrasse der herrlich gelegenen Tierberglihütte und anschließend äußerlich bei den Bremsübungen im Firn.

Wir müssen leider langsam an die Heimreise denken und errinnern uns, dass wir zu Hause eine Hitzewelle haben. Aber am Sonntag gehen wir nocheinmal auf den auf den kühlenden Gletscher und üben das Bohren einer Eissanduhr und seilen uns ab. Die Kursteilnehmer haben immer wieder Details nachgefragt und waren so motiviert, dass ich den Kurs förmlich abbrechen musste. Jetzt gilt es das gelernte auf Touren selbständig zu üben! Die Grundlagen hierfür sind geschaffen und bei den tollen Bedingungen während des gesamten Kurses ist die Begeisterung für Hochtouren natürlich noch größer als diese ohnehin schon war!

Kursleitung, Fotos und Bericht: Stefan Stadler


Bergmesse „Indoor“

Aufgrund Dauerregens fand die diesjährige Bergmesse nicht auf dem Gipfelkreuz, sondern in der Teisendorfer Hütte statt. Geleitet wurde die Messe vom Teisendorfer Kaplan Haberl. Maier Hans und Fam. leisteten traditionell den Altardienst, leider zum letzten Mal. Festlich begleitet wurde die Messe von den Siegsdorfer Sängern und einem Bläserquartett der Marzoller Musikkapelle.
Nach der Begrüßung leitete der 1. Vorsitzende Georg Eckart seine Ansprache mit einem Zitat von Thomas Morus ein: „Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme“. Die Flammen der Begeisterung für die Berge und den Bergsport in alten und neuen Formen werde weitergereicht an immer mehr Mitglieder des wachsenden Vereins.
Jede Sitzgelegenheit nutzend wurde dann nach der Messe noch weit in den Nachmittag hinein zusammengesessen. Abwechselnd gab es dazu Blasmusik und Gesang. Auch moderne Themen, wie die Konflikte zwischen „Bikern und Jagern“, fanden sich in humorvoller Art in den Liedern der Sänger.
Kulinarisch bestens versorgt wurden die Teilnehmer der Bergmesse wie gewohnt von Hüttenwart Helmut Eigenherr und seinen zahlreichen Helfern. Eine reichliche Auswahl gab es auch an Nachspeisen durch die vielen Kuchenspenden der Mitglieder.
Die Enge in der Hütte sorgte für eine gesellige Atmosphäre was die Besucher mehr zusammenrücken lies als im Freien.
Somit hatte vielleicht der viele Regen an diesem Tag auch etwas Positives. Für die von Trockenheit geplagte Natur aber auf alle Fälle.


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Klettern rund um die drei Zinnen

„Jetzt sehe ich den Berg mit anderen Augen!“
12.-15. Juli 2018

Wir sind begeistert! Der Kamin hat exakt die richtige Breite um sich senkrecht nach oben zu stemmen. In der vierten Seillänge klettern wir in den Preußriss und stellen fest, dass es solch einzigartige Kletterei an künstlichen Kletteranlagen nie geben wird. Aber eigentlich ist der Preuß Riss kein Riss. Es ist ein Kamin! Und man fühlt sich darin entsprechend ein weinig wie ein Kaminkehrer!

Seitlich der kleinen Zinne steht ein Turm mit einer senkrechten Nordwand, die durch eine markanten Kamin in zwei Hälften geteilt ist. In der fünften Seillänge wird es dann eng und beklemmend, da man irgendwie immer den Weg in den vermeintbar sicheren Kamingrund sucht. Doch die Lösung ist schnell klar: Wir müssen weiter raus bis an die überhängende Kante, dort wo der Kamin wieder eine gut kletterbare Breite hat. Extrem luftig kann man sich dort wieder Schritt um Schritt nach oben spreizen. Der Blick zwischen den Beinen nach unten ist beeindruckend: Das Seil läuft aus dem tief eingeschnittenen Kamin heraus und an den scharfen Kanten geht es mehrere hundert Meter senkrecht nach unten! Dann lehnt sich die Wand etwas zurück und in zwei weiteren Seillängen erreichen wir den Gipfel des Preussturm. Zuerst auf der Südseite und dann in der Schlucht zwischen Preussturm und Punta Frida seilen wir uns ab. Zu Fuß geht es in wenigen Minuten zurück zum Einstieg, wo wir unserer Rucksäcke deponiert hatten. Auch wenn der Preussturm über 200 Meter hoch ist, braucht man von der einen Seite zur anderen tatsächlich nur wenige Minuten. Er hat eben beidseits senkrechte Felsen, wie es in den tollen Dolomiten nicht unüblich ist!

„Jetzt sehe ich den Berg jetzt mit anderen Augen!“ Bekomme ich zu hören als wir am Abend an der Dreizinnenhütte das einmalige Panorama genießen! So toll die Kletterei auch war, die Route jetzt mit Cappuccino und Apfelstrudel von der Hüttenterrasse zu sehen ist jetzt mindestens genauso schön. Alles zu seiner Zeit!
Bei der Anreise haben wir Türme gesammelt und sind am Mesurina See schon auf die Guglia Edmondo de Amiciis und kurz vor der Dreiiinnenhütte auf das Frankfurter Würstel geklettert! Für den Samstag haben wir die Nordwestkante auf den Paternkofel ausgewählt. Obwohl dies eine Klettertour entlang einer Kante ist, war auch hier eine ganze Seillänge in einem Kamin zu bewältigen. Dazu waren wir nach dem Preuß Riss am Freitag natürlich bestens vorbereitet. Der Abstieg auf dem Klettersteig führt uns durch einen Stollen, welcher im 1. Weltkrieg errichtet wurde. Auch verrosteter Stacheldraht am Wegesrand errinnert uns an das sinnlose leiden und sterben der Soldaten.

Am Sonntag ist der Himmel leider voller Wolken und es sind ab Mittag Gewitter prognostiziert. So fällt es uns nach drei schönen Tagen mit tollen Touren nicht besonders schwer vorzeitig die Heimreise anzutreten. Die schönen Erinnerungen bleiben und ich bin mir sicher, dass ich noch öfters mit großer Begeisterung in die Dolomiten fahren werde!

Tourenleitung, Fotos und Bericht: Stefan Stadler


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Almenrunde Großarl

Das Großarltal wird nicht umsonst Tal der Almen genannt. Von den 40 bewirtschaftete Almen in diesem Tal, das im Salzachtal beginnt und an der Ankogelgruppe im Tauernhauptkamm endet sind 20 mit dem Mountainbike zu erreichen.

Franz Trattler, unser frisch gebackener DAV-Fachübungsleiter Mountainbike lud zu einer Radlrunde in den noch von Skiliften freien Bereich zwischen dem Groß- und dem Kleinarltal ein. Zu zehnt starteten wir in Au, kurz vor Großarl und erreichten nach 1 ½ Std. die erste bewirtschaftete Maurachalm zum zweiten Frühstück bei Kaffee und Kuchen. Unterhalb Gabler, Penkkopf und Gründegg, im Winter Skitourengipfel von der Kleinarler Seite aus, ging’s nun oberhalb der Waldgrenze aussichtsreich an verschiedenen Almen vorbei zur Großwildalm. Nicht ohne in die Karseggalm, in der noch der Kessel über dem offenen Feuer hängt, reinzuschauen.

Damit es eine Rundtour wird, entschied sich Franz für den Weiterweg über die Kleinwildalm. In einer knappen halben Stunde war diese Schiebe- Tragestrecke gemeistert, ein ewig langer Gegenanstieg vermieden und dem Weiterweg auf Forststraßen zum Endpunkt, der Saukaralm, stand nichts mehr im Weg.

Zwei Stunden ließen wir uns auf der Hüttenterrasse Zeit und genossen nicht nur die Almschmankerl, sondern auch die Aussicht auf Schuhflicker, Höllwand, Hochkönig und die Ankogelgruppe im Süden. Den Abschluss bildete dann die 1000-Hm-Abfahrt zum Ausgangspunkt ohne einen einzigen Meter Gegenanstieg. Ein schöner Tag, eine runde Sache. Hoffentlich hat Franz noch viele solcher Schmankerl auf Lager!
Wer die Fahrt wiederholen möchte: die ausführliche Beschreibung mit GPS-Track findet sich auf https://www.gps-tour.info/de/touren/detail.164514.html

Bericht und Fotos: Alois


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Dolomit statt Dachsteinkalk
Alpinklettern im Grödner Tal

„Klettern am Gosaukamm mit Stützpunkt Hofpürglhütte“, so lautete die Ausschreibung. Aber die Wetteraussichten waren nicht passend und wir planten deshalb um: In den Dolomiten schaut’s besser aus, da fahr ma hi. Eine nette Pension in St. Christina im Grödner Tal war schnell gefunden und schon war alles klar.

Bei der Anreise wurde gleich durchgestartet bis zum Grödner Joch. Die „Demez“-Führe (Südostkante, IV+) auf den Gran Cir (Große Tschierspitze) wählten wir während der Anreise als erstes Ziel aus. 9 Seillängen mit luftigen Querungen und einer kurzen Abseilstelle waren nötig um auf den 2592m hohen Gipfel zu gelangen. Der Abstieg ging über einen zum Teil versicherten Steig und war dagegen einfach.

Für den Samstag planten wir eine Überschreitung der Sellatürme. Auf den 1. Sellaturm (2533m) gelangten wir über die „Steger“-Führe (Westkante) mit einer „hochglanzpolierten“ V- Stelle kurz vor dem Gipfel. Von der Scharte zwischen 1. und 2. Sellaturm ging es über die Kostner-Verschneidung (III+) auf den 2. Sellaturm (2598m). Abseilend und abkletternd erreichten wir den Einstieg zum Sattel zwischen Ciavazes und 2. Sellaturm. Um nun zum Einstieg der „Jahn“-Führe (VI-) auf den 3. Sellaturm zu gelangen musste erst auf den Sattel hochgeklettert und anschließend auf der Westseite abgeseilt werden. Georg zog es vor, hier die Tour zu beenden, und so ging es nun in einer Dreierseilschaft weiter. Leider musste auf dem Sattel sehr lange der Abseilstand gesucht werden und daher wurde für einen Aufstieg auf den 3. Sellaturm die Zeit zu knapp. Abseilend und absteigend, zum Teil durch Eis und Schnee, ging es deshalb durch einen Schluchtkamin auf die Westseite und dort zurück zum Sellajoch.

Aufgrund einer Radveranstaltung und der Sperre der Passstraße wurde am Samstag die „Dibona“-Führe (Südwestkante, IV-) auf den Sas de Mesdi (Geissler Gruppe, 2762m) ausgewählt. Wir konnten gleich zu Fuß von der Pension aus starten und über die Regensburger Hütte gelangten wir zum Einstieg. Georg hatte sich entschieden, diesen Tag nicht zu klettern und stieg daher über den Normalweg auf. Am Gipfel traf man sich wieder und anschließend ging es wieder gemeinsam bergab bis zur herrlich gelegenen Juac-Hütte. Die Abendstimmung genießend blieben wir dann dort sitzen bis die Sonne sich langsam auf die höchsten Gipfel zurückzog.

Als Abschluss des verlängerten Kletterwochenendes suchten wir uns die Fünffinger-Spitze in der Langkofelgruppe aus. Den Zustieg verkürzten wir uns gegen null durch die Benutzung der Bahn auf die Demetz-Hütte in der Langkofel-Scharte. Über den „Normalweg“, der den Grad III+ erreicht und der sich über die meiste Strecke auch in diesem Grad bewegt, geht es dort hinauf über die Nordwand, östlich vorbei am Daumen,und über den Daumenballen zur Scharte zwischen Daumen und Zeigefinger. Nun wieder nordseitig steigt man auf das oberste Fingerglied des Zeigefingers und quert über die Südostseite auf die Scharte zwischen Zeige und Mittelfinger. Von hier ist es nur noch eine kurze Seillänge zum Gipfel auf dem Mittelfinger, immerhin 2998m hoch. Verständlich, dass uns bei dieser Höhe selbst beim Klettern nicht richtig warm wurde. Größtenteils abseilend erreichten wir dann die Demetzhütte noch kurz bevor von dort die Bahn ihren Betrieb einstellte. Somit hatten wir auch so gut wie keinen Abstieg.

Danke an Stefan Stadler, der im Wesentlichen die Touren organisiert und geleitet hat.

Bericht: Georg Eckart

Bilder: Teilnehmer


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Skitour Hocheiser

Treffpunkt war bereits um 4Uhr morgens und pünktlich um 5:45 Uhr marschierten wir vom Parkplatz Enzingerboden los.

Die 8 Teilnehmer mussten die Ski erst durch den Tunnel tragen bevor sie anschließend gleich angeschnallt werden konnten.

Der erste Teil der Tour verlief auf der Bergwerksstraße bis zum Tauernmoos-Stausee, von hier aus ist das Ziel schon in Sicht.

Nach gut 4 Stunden und 1700hm standen alle 8 Teilnehmer auf dem Gipfel und hatten einen traumhaften Rundumblick. Der Gipfelgrat wurde für ein ausgiebiges Fotoshooting genutzt.

Pulver und Firn sorgten für ein ausgiebiges Abfahrtsvergnügen.

Für die meisten Teilnehmer war dies die letzte Skitour der Saison, die eindrucksvollen Toureneindrücke wurden beim Einkehrschwung in Schneizlreuth zufrieden abgeschlossen.

Bericht: Klaus Ober
Fotos: alle Teilnehmer


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Skitour Große Reibn
Bilder und Feedbacks der Teilnehmer sagen mehr als tauschend Worte …..

Karin
Also:  Eine lang ersehnte Tour bei den allerbesten Bedingungen. ☀⛄Dank Klaus mit lauter netten Gleichgesinnten? endlich in Erfüllung gegangen.? Beste Betreuung, tolle Planung (Wetter), für mich angenehmes Tempo, so dass ich auch fotografieren und Zeit zum Schauen hatte.
Benotung alles in allem 1 mit Stern???
Lg Karin

Marion
Hallo. Da stimm ich der Karin voll zu ?. Ich hab’s genau so empfunden – war ein unvergessliches Erlebnis  – dank der guten Planung vom Klaus, der super Gruppe und dem Wahnsinns-Wetter und -Schnee ?☀… Von mir gibts auch eine 1 ??

Franz
…..no, no, no: Mir ham immerhin nach zehne nix mehr zum dringa kriagt, so wo’s derf ma in der Bewertung ned vergessen ???

Steffi
a Wahnsinnstour bei perfekten Bedingungen mit vielen endlos genialen Ausblicken! Gekrönt wurde das Ganze mit einer super netten Gruppe u einer hervorragenden Planung/Führung vom Klaus!!! 
Danke für a unvergesslich schene Tour!

Barbara
Die Steffi hats perfekt geschrieben! I werds nimma geh weil besser geht’s nieeeeee mehr…naja viell. wenn de Hüttnruah auf 23.30Uhr verschoben wird???Danke Klaus und Franz für die guade Organisation, Führung und Aufpassen – da fühlt man sich wohl????

Sonja
Große Reibn – unvergesslich bleibn
Gruppe, Wetter, Eindrücke nicht zu toppen
wir Mädls waren nicht zu stoppen
Stahlhaus – leider war um 21.00 Uhr die Feier aus
Gamsbraten und Kaiserschmarrn im Magen
den Aufstieg zum Schneibstein wagen
Windschartenkopf, Hagengebirge, Kallersbergnieder
Fälle auf und ab – immer wieder
Wildamriedl – am Eisgraben nicht liegen
mit sicherer Skitechnik siegen
Demutspassage überstanden
in der langen Gasse landen
Niederbrunnsulzen, nein ich passe
2579 m Funtenseetauern ist das Ziel
Sonne, Gipfelglück, ich weiß was ich will
traumhafte Abfahrt zum Funtensee
35 Grad steile Hänge ich hinter mir lasse 
Am Kährlingerhaus angekommen
freundlich in Empfang genommen
in der Rettungsdecke ich stecke in der Nacht
morgens bei – 16 Grad die Sonne lacht
Ingolstädter Haus, Querung Dießbacheck und Hundstodscharte
Hochwiesabfahrt ich warte
perfekt geneigter Hang
400 hm kein BangKematenschneid – 
nun ist es nicht mehr weit
Klaus ließ uns lehren
den Grat einzeln zu queren
Loferer Seilergraben und Wimbachschloss
pures Abfahrtsvergnügen
doch leider kein kühles Bierchen floss
es gibt nichts zu lügen
wir hatten traumhafte Tagetausend 
Dank an Klaus und Franz ich sage
Zusammenstellung Klaus Ober

Fotos alle Teilnehmer


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Premiere geglückt!
1. Jugend- Boulder- Cup

Boulder-Krimi in Teisendorf: Emma Prokscha, Helena Bodensteiner und Elias Schillinger siegen in ihrer Altersklasse.

Der erste Jugend- Bouldercup der DAV Sektion Teisendorf und der Ortsgruppe Waging startete fulminant. In den jeweiligen Gruppen lieferten sich die Athleten packende Duelle bis zum letzten Boulderzug.

Bei der sehr zahlreich besetzten Mädls U15 Gruppe lieferten sich Carolin Mühlbauer und Emma Prokscha ein starkes Duell bis zum Ende, bei dem „Speed Queen“ Emma Prokscha den Tagessieg im direkten Vergleich der Zeitmessung für sich behaupten konnte.
In der stark besetzten Gruppe der U19 Mädls machten nur wenige Zentimeter den Unterschied. Gleich zu beginn konnte Helena Bodensteiner ihre Körpergröße geschickter im ersten Boulder einsetzen. Lena Dornbusch ließ nicht locker. Sie kletterte TOP für TOP, doch für den Tagessieg reichte es leider nicht mehr.

Bei den Jungs U19 fiel leider Titelaspirant Jakob Kirchleitner verletzungsbedingt aus. Hierbei entwickelte sich während des Showdowns ein echter Krimi, bei dem am Ende Elias Schillinger als lachender Tagessieger knapp vor Maxi Schiller gewertet wurde. Beide Punktgleich, trennten am Ende sechs Sekunden der Boulderzeit von einander.

Die Premiere ist geglückt. Für alle Teilnehmer war es ein schönes Event mit sportlichen Erfolgen, Spiel & Spaß.

Ich Bedanke mich sehr herzlich für die Unterstützung bei 
RIAP SPORT, Bad Reichenhall und Glaser Haushaltsgeräte
sowie den Helfern Verena Baumgartner, Kirchleitner Thomas und Claus Prokscha.

Bericht & Fotos
enzo


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Skitouren Hohe Tatra
Mit Robben besiegen!
17.-25. Februar 2018

Bei uns kann man doch auch schöne Skitouren machen, wieso muss man so weit fahren? Diesen Satz bekomme ich oft zu hören, wenn ich von meiner Skitourenreise in die Hohe Tatra erzähle.

Vom Wintersportort Strbske Pleso teilen wir uns am 1. Tag die flache Langlaufloipe mit vielen Wanderern mit und ohne Ski und gehen dem Krivan [Krummhorn] entgegen. Weiter auf dem gut eingetretenen Wanderweg kann man den dichten Wald und Latschengürtel gut überwinden und so erreichen wir einen Rücken. Die Spuren verlieren sich, wir sind jetzt auf uns gestellt und weil sich der Berg immer nur kurz zeigt, sind wir mit Landkarte und GPS gut beschäftigt den richtigen Weg zu finden. Über einen steilen Grat, teils die Ski tragend erreichen wir den Gipfel, der jetzt über der Wolkendecke liegt! Wir sind von der tollen Aussicht begeistert und stellen fest, dass die bis ca. 2.600 m hohen Gipfel in der hohen Tatra wirklich hochalpin sind! Dank der vielen hilfreichen Tipps vom Nori wissen wir, dass wir im unteren Bereich auf eine Skipiste queren können und uns so nicht durch die Latschen kämpfen müssen. DANKE!

Vom Lawinenlagebricht kann man eigentlich nur die Gefahrenstufe, Höhenlage und Exposition dank der europaweit einheitlichen Piktogramme erkennen. Aber google.de hilft weiter und wir wissen, dass wir mit Federkissen, aufgeblasenen Brettern, Bettlacken und Hartfaserplatten rechnen müssen! Da die meisten Touren in der Hohen Tatra anspruchsvoll sind, macht die angespannte Lawinenlage die Tourenplanung schwierig. Bei bestem Wetter gehen wir am nächsten Tag durch das Velka Sutdena Dolina [langes kaltes Tal] zur Zbojnicka Chata [Räuberhütte] und von dort steigen wir weiter an auf den Svistovy Stit! Wir können alle Berge der Tatra überblicken und stellen fest, dass die Tatra nicht nur hochalpin, sondern auch klein ist. Es ist vollkommen berechtigt, dass die Hohe Tatra als das kleinste Hochgebirge der Welt bezeichnet wird! Die Gruppe ist voll motiviert, topfit und so können wir jeden Tag mehrere Ziele erreichen. Erst die anbrechende Dunkelheit stoppt uns und wir fahren mehrmals bei fantastischen Abendstimmungen zurück in´s Tal.

Nach 5 Tagen auf der slowakischen Seite wechseln wir die Unterkunft und beziehen im polnischen Zakopane unser Quartier. Aber polnisch ist auch nicht besser: Die Übersetzung im Internet unserer geplanten Tour sagt uns, dass wir einen Abschnitt mit Robben besiegen und später mit Krebse ansteigen werden!??? Die Lawinenlage entspannt sich, aber das Wetter wird leider unbeständiger und wir haben mit viel Nebel und tief hängenden Wolken zu kämpfen. Wir gehen dennoch jeden Tag raus, müssen aber leider von den geplanten Touren auf weniger begehrte Ziele ausweichen.

Am Ende einer sehr erlebnisreichen Woche ziehen wir Fazit, dass wir mit den durchgeführten Touren mehr als zufrieden sein können und dass sich für uns Entdecker die eintägige Anreise für diese Skitourenabenteuer in die wilde, hohe Tatra absolut gelohnt hat!

Tourenleitung, Fotos und Bericht: Stefan


Ehrung Ehrenamt

Franz Waldhutter & Manuela Aicher 
wurden für ihr langes Engagement im Ehrenamt als Vorstände in der DAV Sektion Teisendorf am 25.01.2018 geehrt

Für je über 20 Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit wurden Franz Waldhutter und Manuela Aicher von der Gemeinde durch Bürgermeister Gasser geehrt. Franz ist nun das 18. Jahr 1. Vorstand unserer Sektion und war vor dieser Amtszeit schon 8 Jahre als 2. Vorstand tätig. Manuela, die ebenfalls bereits 18 lange Jahre als 1. Schatzmeisterin wirkt, hatte sich zuvor 4 Jahre als KLJB-Jugendleiterin ehrenamtlich in die Jugendarbeit eingebracht.

Beide treten nun im März im Zuge der Neuwahlen zurück und wechseln vom Sektions-Vorstand in den Sektions-Ruhestand. Beispiellos werden ihre Verdienste in den über 18 Jahren aber bleiben: Mehr als eine Verdreifachung des Mitgliederstandes, die Pacht und den Ausbau der Teisendorfer Hütte, die Anschaffung des Sektionsbusses, der Bau der Kletterwand in Waging und zuletzt die Einrichtung der Boulderhalle in Teisendorf und die Renovierung unserer DAV- Geschäftsstelle.

In der nächsten Hauptversammlung am 16.03. endet nun beider Ära.

Ein voller Saal in der „Alten Post Teisendorf wäre eine schöne Anerkennung für beide.

Tourenberichte 2017
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Hochkönig 

Die bekannte Skiroute vom Arthurhaus zum höchsten Punkt der Berchtesgadener Alpen ist immer wieder für ein kleines Abenteuer gut.

Diesmal hatten wir uns allerdings ein traumhaftes Wetter ausgesucht mit einer geschlossenen Nebeldecke im Tal und strahlend blauem Himmel über uns. Die Aufstiegsspur war schon am Morgen aufgefirnt und so problemlos zu gehen. Für einige der 14 Skibergsteiger war an der Torsäule aber bereits Schluss, die Hitze machte doch arg zu schaffen und ein Teilnehmer hatte einen Bindungsbruch. Auf dem Plateau mussten an einigen kurzen felsigen Passagen die Ski abgeschnallt werden, letztendlich erreichten acht das Matrashaus.

Die Abfahrtsroute wählten wir etwas nördlicher um den lästigen kurzen Tragepassagen auszuweichen. Ein kurzer Gegenanstieg führte uns oberhalb eines 45° Steilhanges zurück zur Aufstiegstrasse – gut getroffen. Der Hang war schön aufgefirnt und so problemlos zu meistern. Im unteren Abschnitt musste man an einigen Passagen mit tiefen Sulz fertig werden. Am Ausgangspunkt lockten zuerst ein Après-Ski Lokal und anschließend die herrliche Sonnenterrasse vom Arthurhaus um die durstigen Kehlen wieder aufzufüllen.


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Skitouren im Jamtal, Silvretta

Knapp ein Meter Neuschnee und kalte Temperauren bescherten uns hervorragende Verhältnisse rund um die komfortable und hervorragend geführte Jamtalhütte. War es am ersten Tag bei fast 20 Grad Minus und steifer Brise aus Nord noch recht ungemütlich, so folgten vier traumhafte Skitourentage bei herrlichem Wetter und perfekten Bedingungen. Bis zu zehn der umliegenden Dreitausender wurden bestiegen und einige jungfreuliche Pulverschneehänge mit unseren Spuren verziert. Das Einspuren der anspruchsvollen Topziele Dreiländerspitze und Augstenspitze durften wir auch übernehmen, was immer ein besonderes Erlebnis ist. Ein Besuch auf der herrlich gelegenen Wiesbadener Hütte im Rahmen einer Runde stand ebenfalls auf dem Programm. Die 16 Teilnehmer waren in zwei Gruppen unterwegs, somit wurde auch niemand überfordert. Im Gastraum der Hütte erhielten wir unseren Stammplatz in einer gemütlichen separaten Ecke. Wir hatten dort schön Platz um das Dreigängemenü zu genießen und die Hüttenabende recht gesellig ausklingen zu lassen.

Bericht und Fotos

Sepp Rehrl


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Nein Dünn!
Sportklettern Frankenjura
25.-28. Mai 2017

Während der Anfahrt haben wir festgestellt, dass ausgenommen vom Georg noch Niemand von uns in der Fränksichen Schweiz beim Klettern war. Aber jeder schon eine Menge von diesem tollen Klettergebiet gehört hat und deshalb unbedingt mal hin wollte! Jetzt war es endlich soweit!

Den ersten Klettergarten steuerten wir schon bei der Zufahrt am Vormittag an. Zwar schon im Frankenjura, aber noch im Regierungsbezirk Oberpfalz, ging es in Hirschbach an den Klettergarten „Schlaraffenland“. Die Touren dort waren meist nicht allzu schwer, aber an die Höhe bis zum ersten Haken mussten wir uns schon mal gewöhnen. Nach einer Einkehr in Hirschbach ging es dann weiter zu unserem Quartier in Gößweinstein, im Herzen der Fränkischen Schweiz.

Die Quartiere waren bezogen, die Energiespeicher wieder gefüllt. Somit wanderten wir direkt vom „Gasthof Fränkische Schweiz“ aus zum zweiten Tagesziel, den „Napoleon“. Die Wanderer schauen uns aufmerksam zu, wie wir uns zum Klettern vorbereiten. Direkt neben dem Einstieg zum Nordgipfel des Napoleon führt unterhalb der Burg von Gößweinstein ein schöne Wanderweg entlang der Felswände. Die Kinder starren neugierig auf unser Equipment und fragen ihre Eltern wozu das viele bunte Zeug da gut sein soll. Der erste Haken steckt, wie in der Fränkischen Schweiz nicht unüblich, erst in ca. 8 Meter Höhe und deshalb muss in den schönen Riss auf den ersten Metern noch ein oder zwei Friends gelegt werden! Gesagt, getan! Auf den nächsten Metern nehmen die Schwierigkeiten stetig zu, aber jetzt ist die Tour gut mit Bohrhaken abgesichert. In schöner Kletterei geht es jetzt rechts auf die Kante und ich glaube meinen Augen nicht: Dieser Zapfen ist nur ca. 20 cm dick, nein Dünn! Ich bin absolut begeistert und ziehe unschwierig die letzten Meter bis zum Umlenker am höchsten Punkt durch! Im Frühjahr, wenn die Buchen ein dichtes Blätterkleid tragen, kann man von unten die zierlichen Dimensionen des Napoleon (Südgipfel) nicht erkennen!

Jetzt soll noch der Nordgipfel des Napoleon bestiegen werden: In einem gut abzusichernden Risssystem geht es senkrecht im 5. Schwierigkeitsgrat bis auf den Gipfel. Dieser Kletterfels ist in der Fränkischen Schweiz wahrlich herausragend, weil das Gipfelplateau über den Baumwipfeln ragt und auch ein Gipfelkreuz dort oben aufgestellt ist. Wir verweilen eine Zeit in der Abendsonne am Gipfel und lassen unsere Blicke über die malerischen Hügel schweifen. Wie in einer Modellbahnlandschaft schlängelt sich die Straße und die Eisenbahntrasse unter uns durch das Tal der Wiesent. Wir können auch einige Kletterer an den umliegenden Felsen ausfindig machen, bevor wir uns abseilen und zurück zum nahe gelegenen Gasthof Fränkische Schweiz in Gößweinstein gehen. Die erste laue Sommernacht in diesem Jahr können wir bis zur Sperrstunde angenehm im schönen Biergarten verweilen. Wir wären gern noch länger sitzengeblieben, auch wegen der geringen Preise und dem guten Essen. Aber es hat auch so gereicht und wir waren am nächsten Tag dafür wieder alle fit und motiviert zum Klettern!

Für den nächsten Tag haben wir den Klettergarten mit dem Namen „Intensivstation“ ausgewählt. In bestens abgesicherte Routen fühlen wir uns im typischen steilen Fels mit vielen Löchern im Frankenjura langsam wohl. Nach einer Stärkung in Behringersmühle, dem geographischen Zentrum der Fränkischen Schweiz, fahren wir nachmittags noch zur „Schlosszwergwand“, welche im Führer mit vielen Sternen empfohlen wird. Nach nur wenigen Minuten Zustieg stellten wir fest, dass wir nicht die einzigen waren, die diese Idee hatten. Aber ein paar Touren waren doch frei, die wir dann auch gleich für uns blockierten. Die Sterne im Kletterführer waren absolut gerechtfertigt: Von oben bis unten ist der feste Fels mit scharfkantigen Löchern bestückt – Frankenjura vom Feinsten!

Stefan musste aus persönlichen Gründen leider vorzeitig abreisen. Seine Aufgabe übernahm dann Hubert. Die Ziele am Samstag waren die „Jubiläumswand“ im Wiesenttal und die „Elfenwelt“ nahe Türkelstein. Am Sonntag ging es nach der Abreise vom Gasthof ins Trubachtal an die „Haselstaudener Wände“. Getreu dem Zitat von Wolfgang Güllich„Man geht nicht nach dem Klettern zum Kaffeetrinken, Kaffeetrinken ist integraler Bestandteil des Kletterns.“ machten wir dies noch zum Abschluss in Obertrubach. Georg und Helmut besuchten dort das Grab dieser Kletterlegende, der 1991 mit der Route „Action Directe“ im Frankenjura den 11-en Grad eröffnete. Zu allerletzt nun noch Dank an Hubert, dass er für Stefan eingesprungen ist.

Bericht und Fotos: Georg, Stefan


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Die Glück!
Klettern in den Dolomiten 
06.-09. Juli 2017

Jetzt noch? Ja natürlich! Wenn ich erst mal auf der Terrasse der Gartlhütte sitze, habe ich sicher keine Lust mehr nochmal zum Klettern zu gehen, auch wenn der Zustieg mit 10 Minuten sehr kurz ist. Also gehen wir nach dem wir Mittags die Delagokante auf den Delagoturm geklettert sind noch an den Wandfuß des Torre Piaz und schauen genau ob und wo es hier kletterbare Touren geben könnte. Wir entdecken zwei Bohrhakenlinien, die aber ziemlich „zach“ aussehen und einen einsamen Schlaghaken mitten in der Wand. Gehört dieser zu einer klassischen Linie? Wir schauen noch weiter bis an die Südwestkante und dann ist es klar: Hier steigen wir ein! Die Route ist nur anfangs in der Wand und führt uns dann am sehr scharfen Grat weiter nach oben. Links bricht der Fels jetzt einige Hundert Meter senkrecht nach unten ab. Wie in den Dolomiten üblich, ist die Absicherung mit wenigen Schlaghaken spärlich, aber mit Friends und Keilen lassen sich gut weitere Zwischensicherungen anbringen. Es ist nicht schwer, nur ein 4-er, aber bei dieser extremen Ausgesetztheit bewegt man sich irgendwie respektvoll an der messerscharfen Kante weiter nach oben. Wir sind alle begeistert, dass wir heute nochmal eine gleich beeindruckende Seillänge wie an der Delagokante klettern dürfen. Stand! Eine zweite kurze Seillänge führt uns zur Abseilstelle. David seilt sich als erstes ab und macht noch ein paar schöne Fotos wie Eli und Hubert die letzten Meter klettern und wir uns ebenfalls abseilen. Dann schmeckte uns das Bier noch ein bisschen besser, als wenn wir direkt zur Gartlhütte abgestiegen wären! Nach dem Essen gehen wir nochmal raus frische Luft zu schnappen und die Abendstimmung zu genießen: Im warmen Licht der untergehenden Sonne sind die Vajolettürme am fotogensten!

Am ersten Tag sind wir bis nach Wolkenstein gefahren und an der Stevia (Geislergruppe) die Westkante auf den Glückturm geklettert. Die Hüttenwirtin der traumhaft gelegenen Juac Hütte hat die Klettertour liebevoll einfach nur „die Glück“ genannt! Dabei hatten wir mit dem Wetter an den vier Tagen in den Dolomiten „das Glück“… egal!

Am Freitag ging es dann weiter auf die renovierte Gartlhütte und sind dann gleich noch in die Delagokante eingestiegen.

Aber es gibt an den Vajolettürmen nicht nur einige der schönsten Gratkanten im Alpenraum zu klettern, sondern auch tolle Risse und Kamine! Leider ist man bei solch schönen und bekannten Klettertouren nie alleine. So müssen wir uns in der „Fehrmann“ (Elbsandsteinpionier) auf den Stabelerturm und im Winklerriß auf den Winklerturm mit vielen anderen Seilschaften arrangieren. Aber mit der nötigen Geduld dürfen wir uns in tollem Fels die Kamine nach oben stemmen und haben einen herrlichen Klettertag!

Seit meiner letzten Sektionstour im Rosengarten vor einigen Jahren, hatte ich nicht nur die Vajolettürme ganz oben auf meiner Wunschliste, es hat sich auch noch das Bild des Fensterlturm fest in meinem Kopf verankert. Der Fensterlturm ist eine nur wenige Meter dicke Wandscheibe mit einem Loch (Fensterl), in dem ein Kreuz befestigt ist. Also sind wir am Sonntag nicht direkt abgestiegen, sondern haben noch den landschaftlich sehr schönen Umweg über die Rotwandhütte genommen um dieses einmalige Felsgebilde zu beklettern. Wieder „nur“ im 4. Schwierigkeitsgrat erreichen wir den höchsten Punkt und seilen uns direkt am Fenster vorbei ab: Beeindruckende Berg- und Kletterziele an die man sich noch sehr lange erinnert, müssen nicht schwierig sein! Solche Touren werde ich in den nächsten Jahren für meine (Sektions)Touren auswählen!

Tourenleitung und Bericht: Stefan

Fotos: David, Hubert, Stefan


Seniorentour auf den Wendelstein 
Besichtigung der Sendeanlgen des Bayerischen Rundfunk

Am Mittwoch, den 13.09.17 brachen 39 Teilnehmer des Alpenverein Teisendorf zu einer Bergtour auf den 1838m hohen Wendelstein auf. Gestartet wurde vom 1100m hochgelegenen Wanderparkplatz vom Sudelfeld. Nach kurzem Besuch an der berühmten Wendelsteinkapelle wurde von den Teilnehmern der Gipfel erstiegen. Da die Besichtigung der Sendeanlagen, wegen der großen Teilnehmerzahl auf zwei Gruppen aufgeteilt werden musste gingen einige noch den Rundweg vom Gipfel zum Wendelsteinhaus. Die Besichtigung organisierte unser Mitglied Walter Hunklinger welcher viele Jahre hier gearbeitet hatte und sein Bruder der noch im Dienst ist macht die sehr interessante Führung. Nach einer Stärkung im Wendelsteinhaus machten sich die Teilnehmer auf den etwas geänderten Abstieg Richtung Bayrischzell, wo sich an der Passstraße wieder alle versammelten und mit den Autos nach Hause fuhren.

Bericht: Felix Strohmaier


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LVS_Kurse Dezember 2017
Großes Interesse fanden im Dezember die beiden angebotenen LVS Kurse! Unter der Leitung von Sepp Rehrl und Klaus Ober konnten insgesamt 30 Teilnehmer bei den beiden Kursen den Umgang mit ihrem LVS Gerät üben. Wie alle Teilnehmer feststellten, ist ein ständiges Üben mit dem LVS Gerät, sowie Sonde und Schaufel, lebenswichtig um im Ernstfall schnelle Hilfe zu gewährleisten.

Bericht: Klaus Ober

Tourenberichte 2016
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Klettertour Großer Wehrgrubenspaß Loferer Steinberge
(22. / 23.07.2016)

Am Freitagnachmittag solls losgehen. Spannend schon die ganze Woche zuvor: Spielt das Wetter mit am Wochenende? Aber die Motivation bei den Teilnehmern war bestens: Im schlimmsten Fall trinken wir eine edle Flasche Wein auf der Hütte ohne zu klettern, aber aufgestiegen wird. Die Gastfreundschaft von Katharina und ihrem Team auf der Schmidt-Zabierow-Hütte zu genießen ist es aber auch wirklich alleine schon Wert die 1150 hm zu überwinden. Zunächst bei schwüler Hitze, dann bei leichtem Gewitterregen ging es hinauf. Nach dem Abendessen war es wieder genügend Trocken um den Standplatz in einer Dreierseilschaft zu üben. Und nun war endlich Zeit für eine edle Flasche Blauer Zweigelt.

Wer weiß, vielleicht bleibt bei der labilen Wetterlage das der einzige Höhepunkt der Tour.

Am Samstag gab es aber nur noch Restbewölkung der Abendlichen Gewitter und eine Aussicht auf trockenes Wetter bis ca. 14:00 Uhr. Kein großer Spielraum, aber es reicht für die 13 Seillängen wenn es zu keinen größeren Verzögerungen kommt. Also Aufbruch und keine Zeit verlieren.

Markus und Andi in 2-er Seilschaft voraus. Diese hatten mehr Zeit zur Erkundung der Route. Ich mit Stephan und Thomas hinterher. Auch in der 3-er Seilschaft wechselten wir die Führung, denn somit konnten wir uns das lästige Durchziehen der Seile an den Ständen ersparen. Nach ca. 4,5 Std. Kletterei waren wir dann am Gipfel. Das Wetter spielte weiter mit und somit genossen wir die Aussicht auf die umliegenden Berge und das Loferer Tal. Nach dem zum Teil etwas kniffligen Abstieg zur Hütte ließen wir uns dort auf der Terrasse noch einmal verwöhnen bevor es wieder ins Tal ging. Und auch da kamen wir noch trocken an.

Teilnehmer: Andi, Markus, Stephan, Thomas Bericht und Leitung: Georg Eckart 
Bilder: Georg


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Grundkurs Eis am Dachstein – Simonyhütte
25.- 28. 08 2016

Jetzt spannt doch mal das Seil richtig! Jeder der in die Gletscherspalte springt, ist vorher erkennbar nervös und gibt deutliche Kommandos an seine Seilpartner. Am dritten Tag wird die Spaltenbergung in der Dreierseilschaft schon recht gut beherrscht und so habe ich heute zum Üben direkt neben der Dachsteinwarte ein sehr realistisches, aber auch forderndes Gelände ausgewählt. Aber dank der guten Kommandos und der aufmerksamen Seilpartner ist alles gut gelaufen und das Seil zur zusätzlichen Hintersicherung ist nie gespannt gewesen!

Für den diesjährigen Grundkurs Eis habe ich die Simonyhütte am Dachstein ausgewählt. Wie schon in den letzten Jahren war der Kurs schnell ausgebucht. Neu war, dass das Wetter vom ersten Tag an durchgehend schön war. In den zurückliegenden Jahren hat es mindestens am Hüttenzustieg geregnet. Um Zeit zu sparen sind wir nicht den sehr weiten Weg von Hallstadt zur Simonyhütte gegangen, sondern haben die Krippensteinbahn benützt. So hatten wir gleich am Donnerstag noch Zeit auf dem Gletscher die verschiedenen Techniken, wie man mit Steigeisen im Auf- und Abstieg geht zu üben. Dann zeigte ich noch wie man sich auf dem Gletscher für einen eventuellen Spaltensturz richtig anseilt und sind zur Übung ein Stück auf den Gletscher gegangen. Am Abend hat uns der Koch mit Simonysuppe, Schweinefilet und Schokoladenmuss verwöhnt.

Der Wirt hat uns verraten, dass am Isstoih ein guter Windkolk sein, um die Spaltenbergung zu üben. Nur was und wo ist der Isstoih? Nach mehrmaligen nachfragen konnte ich dann Isstoih auf Eisstein übersetzten und ein kurzer Blick auf die Karte hat uns verraten wo es Morgen hingehen soll. Wir haben den Weg dorthin besprochen und so hat uns der Willi als Übung am nächsten Morgen durch die Spalten zum Isstoih geführt. Dort angekommen stellte ich fest, dass der Windkolk aus Blankeis besteht und sehr tief ist, also ungeeignet zum (ersten) Üben. Am Anfang soll ein Fehler schon noch verziehen werden! Ob es der Wirt gewusst hat? Vermutlich schon!? Warum hat er uns dann hierher geschickt? Egal! Es war nicht mehr weit bis zum Dirndl wo wir ein tolles firnbedecktes Übungsgelände vorfanden. Nach einer Brotzeit ging es los und jeder Kursteilnehmer hat die verschiedenen Aufgaben der Spaltenbergung geübt! Zum Abschluss haben wir noch die Bremstechniken im Firn und Eis mit und ohne Pickel besprochen und natürlich auch gleich ausprobiert. Kaspressknödelsuppe, Gulasch und zum Nachtisch Simonyvariationen.

Um Abwechslung zu haben führte uns der Andi am folgenden Tag auf einem anderen Weg zum tags zuvor noch ausgekundschafteten Übungsgelände. Da ging es richtig zur Sache. Nach einer Stärkung auf der Sonnenterrasse der Dachsteinwarte sind wir noch auf den Dachstein gegangen. Aber wie es sich für einen Grundkurs Eis gehört natürlich nicht über die Schulter, sondern über den spaltigen Gletscher an der Nordseite und über den Klettersteig auf den höchsten Punkt. Beeindruckend! Auf der einen Seite geht es steil hinunter auf den Gletscher, auf der anderen Seite bricht die Südwand 1000 m senkrecht ab. Am Horizont ist das Tote Gebirge zu sehen, dreht man sich um erscheint Großglockner und Großvenediger. Die Berge die wir bei dieser Fernsicht erkennen können sind unzählbar. Es ist windstill und warm und wir sitzen im T-Shirt auf fast 3000m Höhe. Toll! Wir steigen zur Hütte ab und Rätzeln schon, ob es heute wohl Simonyschnitzel geben wird? Wie an allen Abenden haben wir nach dem Essen noch besprochen was wir den ganzen Tag über wie, was, wo und warum gemacht haben. Alle Kursteilnehmer waren sehr interessiert und so durfte ich jeden Abend noch ein paar Fragen beantworten, bevor es fliesend in den gemütlichen Teil überging.

Den Kurs haben wir mit einer Übung Abseilen und dann Selbstrettung aus der Gletscherspalte am letzten Tag abgeschlossen. Hierfür habe ich unweit der Hütte einen sehr gut geeigneten Boulder mit Überhang und oben einer scharfen Kante gefunden. Nach einem letzten Kaffee auf der Simonyhütte sind wir abgestiegen und blickten auf vier sehr schöne und erlebnisreiche Tage zurück!


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Mountainbiken im Wipptal
15.-18.6.2016

Das Wipptal, häufig nur Durchfahrtsort bei der Reise über den Brenner, bietet auch viele gute Mountainbiketouren. Steinach, ca. auf halber Strecke zwischen Innsbruck und Brenner, wäre der optimale Ausgangspunkt. Uns hat es aber ein paar Kilometer abseits nach Trins im Gschnitztal gezogen, wo wie im Hotel Zita für vier Tage sehr gut einquartiert waren.

Alle am Sattelberg
stehend v.l.n.r.: Silvia, Markus, Monika, Thomas, Franz S., Sepp W., Michi, Margit, Marion, Micha, Sepp S., Christa, Hermann, Gerti, Franz T., Fini, Andrea, Katharina, Heinz, Hermine, Marijana, Max, Klaus, Werner, Elisabeth, Alois
unten: Maria, Hubert W., Hubert M., Anita, Annemarie, Sonja, Fotograf: Heinrich

Die Wetteraussichten waren nicht optimal, wechselhaftes kühles Wetter, hohe Schauerwahrscheinlichtkeit, aber auch sonnige Abschnitte, alles mit dabei.

Am Mittwoch stand nach der Anreise eine Tour ins Navisertal auf dem Programm. Nach einer kurzen Abfahrt von Trins nach Steinach ging es zuerst weiter bis kurz vor Matrei, wo in östlicher Richtung das Navisertal beginnt. Die Tour folgt immer leicht ansteigend einem Bachlauf, bis hinter der Ortschaft Navis die Auffahrt zur Naviser Hütte beginnt. Hier konnten wir uns erstmal gemütlich auf der Terrasse stärken, bevor wir die Tour über die Klamm-, Vögeler- und Peeralm fortsetzten. Ein paar Teilnehmer erweiterten die Tour noch über die Seapenalm. Für die meisten ging es aber über Navis wieder zurück nach Steinach und Trins.

Für den Donnerstag entschieden wir uns zu einer Tour rund um das Nösslachjoch. Klassisch wird diese Tour im Uhrzeigersinn gefahren. Da die Trunahütte aber noch nicht geöffnet hatte, entschieden wir uns für die andere Richtung, um auf der Nösslachhütte die Mittagspause planen zu können. Die Tour begann mit der Auffahrt zur Trunahütte, dann weiter zum Fallzammähder, wo eine kurze Schiebepassage bis zum Eggerjoch beginnt. Der Wetterbericht hatte für freie Flächen auf dieser Höhe starke Sturmböen angekündigt, so teilten wir die Gruppe rechtzeitig, um zügig über das Joch zu kommen. Die Abfahrt über die Egger Mähder war ein landschaftliches Highlight. Blühende Almwiesen und im Hintergrund die noch schneebedeckten Tuxer Alpen, Mountainbiken aus dem Bilderbuch! Nach einer kurzen Querung hatten wir die Nösslachhütte erreicht, wo wir uns erstmal gemütlich stärkten. Ein großes Lob dem Wirt, der es alleine geschafft hat unsere Gruppe zu verköstigen! Zurück ging es anschließend über die Berger- und Gerichtsherrenalm. Am Nachmittag war noch ausreichend Zeit, die Tour über Gschnitz bis ans Ende des Tales fortzusetzen, wo wir die Tour bei Kaffee und Kuchen gemütlich ausklingen ließen. Zurück zum Hotel rollten wir entspannt bei Rückenwind in kleinen Gruppen.

Der Freitag sollte laut Wetterbericht der beste Tag werden. So planten wir für diesen Tag die Königsetappe über die Sattelalm auf den Sattelberg und über die bekannte Brennergrenzkammstraße und das Sandjöchl zurück nach Obernberg. Für die Anfahrt nach Vinanders, wo die Auffahrt zur Sattelalm beginnt, benutzten wir die Straße von Steinach über Nösslach. Gerade recht zum Einradeln und auf der Sattelalm hatten wir uns so schon die erste Einkehr verdient. Vom Wirt auf der Sattelalm holten wir uns noch ein paar Tipps für die Auffahrt zum Sattelberg. Hier gibt es leider noch immer keine optimale Lösung für die Nutzung der Straße. Mehr oder weniger schiebend, erreichten aber alle Teilnehmer gut den Sattelberg, wo wir die Tour auf der bekannten Grenzkammstraße fortsetzten. Am Himmel wechselten sich dunkle Wolken und blaue Flecken ab, wir hatten aber Glück und erreichten das Sandjöchl ohne von einem Regenschauer erwischt worden zu sein. Nach einer kurzen Schiebestrecke ging es auf Alm- und Forstwegen hinunter zum Obernbergersee, der landschaftlich traumhaft zwischen den Bergen eingebettet liegt. Noch eine kurze Abfahrt und wie hatten das Gasthaus Waldesruh, wo wir uns für die letzte Wegstrecke, das Obernbergtal hinunter nach Gries und über Steinach zurück nach Trins, stärkten. Die Letzten erwischte nun doch noch ein Regenschauer, bei diesen Wetterverhältnissen aber mehr als zufriedenstellend.

Die Abschlusstour führte uns am letzten Tag noch auf die Blaserhütte. Ein sehr empfehlenswertes Ziel, das über die Auffahrtsstraße auf der südöstlichen Seite gut zu erreichen ist und von wo man über die Zwieselmäder in westlicher Richtung wieder hinunterfahren kann. Hier wurde im oberen Bereich der Weg sogar mountainbiketauglich präpariert, sodass er auch für den weniger versierten Abfahrer gut zu bewältigen ist. Einige erklommen noch den nur wenige Minuten entfernten Blasergipfel. Von hier hat man einen wunderbaren Rundblick, der bei uns aber leider durch die vielen Wolken etwas getrübt wurde. Auf der Blaserhütte lässt es sich aber sehr gut einkehren, ein toller Tourenabschluss! Zurück im Hotel ließen wir die Tourentage noch mit einer kurzen Einkehr ausklingen, sehr zufrieden über die durchgeführten Touren und den vielen schönen gemeinsamen Momenten.

Als Tourenleiter bleibt für mich die Erfahrung, dass eine tollen Landschaft, gute Tourenmöglichkeiten und das Wetter nur ein Teil für eine gelungene Mountainbiketourenveranstaltung sind. Ein großer Teil aber ist eine starke Teilnehmergruppe, in der sich alle aufeinander verlassen können und die Gemeinschaft groß geschrieben wird. Motivation genug, sich auch wieder für die nächsten Jahre Gedanken für entsprechende Tourentage zu machen!

Bericht: Heinrich Mühlbacher

Fotos: Max Lex, Alois Herzig


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Mountainbiken in Finale Ligurien
22.-27.5.2016
Seit einigen Jahren taucht Finale Ligure Immer wieder als Mountainbike Hotspot in den verschiedensten Medien auf. Geworben wird mit trauhaften Trails durch eine mediterrane Landschaft, Blicken aufs Meer und italienischem Lebensgefühl. Grund genug also, sich Gedanken über ein paar Tourentage im Vereinsprogramm zu machen.

Gemeinsam mit Klettergruppe, rund um Stefan Stadler und Georg Eckhart, starteten wir am Sonntag früh in Richtung Süden. Bereits mittags hatten wir unsere Unterkunft, das Albergo Oasi (www.albergooasifinaleligure.it) in Finale erreicht und konnten nach einer kurzen Pause auf die erste Erkundungstour starten. Ziel waren die Hügel zwischen Varigotti und Noli, auf denen auch regelmäßig ein 24h Rennen ausgetragen wird. Hier konnten wir uns mit den Trails und Herausforderungen vertraut machen und die ersten tollen Blicke über die Landschaft und aufs Meer genießen. Gemeinsam mit den Kletterern ließen wir den Tag beim Pizzaessen in Finalborgo ausklingen.

Für die nächsten Tage waren 2 längere Touren geplant. Ziel waren der Pian dei Corsi, Monte Settepani und eine Tour vorbei am Monte Carmo. Richtung Pian dei Corsi starten wir auf der Hauptstraße nach Feglino und weiter auf immer steileren Forststraßen und Wegen, bevor man die letzten Kilometer, begleitet durch das Sausen der Windkraftanlagen, auf der Passstraße fortsetzen. An der Osteria del Din beginnt hier ein flowiger Singletrail, der den Bergrücken entlang Richtung Gorra führt und am Ende den passenden Namen „Rollercoaster“ trägt. Am Ende hatte alle eine begeistertes Grinsen im Gesicht.

Die Tour zum Monte Carmo begann am nächsten Tag mit einer kurzen Strecke nach Petra Ligure auf der Via Aurelia, der Küstenstraße. Dann ging es, immer einsamer auf Asphalt die ersten 600hm hinauf. Anschließend ging es auf Schotter bis knapp 1200m zum Giogo di Giustenice hinauf. Immer begleitet von einer ständig wechselnden Vegetation und dem Blick hinaus aufs Meer, der sogar noch Korsika in der Ferne erkennen ließ. Oben folgt die Tour den Forstwegen entlang des Bergkamms auf ca. 1200m und endet wieder auf der Asphaltstraße am Melogno. Immer wieder hat man nun auch einen tollen Blick Richtung Norden, auf die südlichsten Alpenausläufer. Heute hat die Osteria del Din geöffnet und wir stärken uns für die zweite Weghälfte die uns zuerst zu den Ruinen einer Natobasis und weiter auf super Singletrails zum Cola di San Giacomo führt. Die Abfahrt auf den Wegen und Trails Richtung San Rocco beenden wir mit einem Cafe und Eis in Finalborgo.

Für den Mittwoch planen wir nur eine kürzere Tour über die Singletrails hinter San Bernardino. Die Wege sind anspruchsvoll, aber kurzweilig und lassen keine Langeweile aufkommen. Für den Nachmittag haben wir ein Treffen mit den Kletterern in Verezzi geplant. Zeit auch für einige Biker, mal ihr Kletterkönnen unter Beweis zu stellen.

Am Donnerstag starten wir wieder über Orco Richtung Cola di San Giacomo und folgen in einem weiten Bogen den Straßen und Singletrails bis zum Monte Mao. Hier wird die tolle Aussicht leider durch die unangenehmen Gerüche, die der Ostwind aus einer darunter liegenden Mülldeponie herauftreibt getrübt. So setzen wir nach einer kurzen Pause die Tour fort und finden uns bald auf sensationellen Singletrails wieder, die durch eine üppige mediterrane Vegetation bis nach Spotorno führen. Bevor wir am Strand eine Badepause einlegen, genießen wir noch einen Cafe und Eis in Noli. Für den Abend ist noch ein gemeinsames Essen im Agriturismo Ca’Alice geplant.

Am letzten Tag starten wir noch zu einer kurzen Runde über Calice Ligure, San Rocco und Perti, bevor wir unsere Tourenwoche mit einem letzten Bad im Meer beenden.

Am Ende liegt eine traumhafte Bikewoche, mit tollen Touren super Wetter hinter uns und die Erkenntnis, dass ich dieses Bikerevier sicher nicht zum letzten Mal besucht habe.

Tourenleitung und Bericht: Heinrich Mühlbacher

 

Klettern in Finale Ligure: Bester Fels in fantastischen Formen

22. – 27.05.2016 
In Fahrgemeinschaft mit der Radfahrergruppe von Heini ging es am Sonntag, 22.05., nach Finale Ligure. Die gemeinsame Fahrt und die gemeinsame Unterkunft mit den Radfahrern im Hotel Oasi in Finale war nicht nur für die Fahrgemeinschaften ein Gewinn. Abends, beim gemeinsamen Essen oder Barbesuch und im Hotel wurden Erlebnisse ausgetauscht und so war es auch möglich, die jeweils andere Seite von Finale kennenzulernen. Stefan Stadler holte sich bei Beatrice (Die „Managerin“ vom Hotel Oasi) die besten Tips zum Abendessen. Ein kulinarischer Höhepunkt war am Donnerstag das Menü im Agritourismo „A Ca‘ de Alice“. Schon die Vorspeisen waren so gut und üppig, dass wir bei der Hauptspeise schon fast aufgeben mussten. Mangels ausreichender Italienischer Sprachkenntnisse wussten wir auch nicht genau, was uns denn noch so alles erwartet. Espresso und Hochprozentiges konnte manchen Magen dann noch retten. Dank hierzu auch den beiden Fahrern an diesem Abend für ihre Enthaltsamkeit.

Aber nun der Bericht über die Kletterei in Finale Ligure:

134 Klettersektoren sind im Finale-Kletterführer von Verlag „Versante Sud“ aufgeführt. In Summe schafften wir davon gerade mal 10 Sektoren in 6 Klettertagen.

Am Sonntag, dem Anreisetag, teilten wir uns noch auf zwei Gruppen auf: 
Stefans Gruppe fuhr im Bus mit einer Gruppe zum Rocca di Corno zu den Sektoren West und „Zona Rossa“. Dort konnte mit der Route „Rombo di Vento“ (6c) gleich ein Highlight in Finale geklettert oder auch nur von unten betrachtet werden. Diese Route führt über senkrechte Leisten und meist großgriffig immer überhängend von einer Felsnische zur nächsten. 35m lang ist diese Route und dadurch entsprechend kraftraubend und ausgesetzt.
Georg startete mit seiner Gruppe im Klettergarten Rocce dell’Orera westlich von Finalborgo. Zu Fuß ging es dazu vom Hotel Oasi in Finale nach Finalborgo und dann im Wald hinauf zum Klettergarten. Dieser Klettergarten bietet am Nachmittag durch die östliche Ausrichtung herrlichen Schatten und es sind auch eine Menge leichterer Routen ab Schwierigkeitsgrad 4 vorhanden. Eine sehr schöne Sicht von oben auf die Burg Castel San Giovanni und über das Tal war dort ebenfalls geboten.

Am Montag ging es mit sechs Kletterern zunächst zum Klettergarten La Torre am Monte Cucco. Lange Routen, auch mit 2 kurzen Seillängen, konnten wir dort klettern. Der Fels war hervorragend und dank der guten Verteilung der Schwierigkeiten war es jedem Teilnehmer möglich, seinen Trainingszustand auszutesten. Nachmittags wechselten wir zum nächsten Kletter-Hightlight in Finale, den Tre Frati (Drei Brüder). An den Tre Frati war nicht nur herrliche Kletterei möglich, sondern deren Form ließ auch Gipfelglück aufkommen, da hier die Kletterei auf ausgesetzten Türmen endet. Besonders der Hauptturm, der „Frate Maggiore“, hatte eine echt „geile“ Form und jeder der Teilnehmer ließ sich darauf ablichten. Ganz einfach war die Kletterei dort hinauf nicht, es musste dazu mindestens eine 6a bewältigt werden. Der kleinere Turm, der „Frate Minore“, war zwar mit seiner Form nicht so aufregend, bot aber dafür den besten Standpunkt für die Aufnahmen vom großen Bruder.

Welche weitere fantastische Formen die Natur imstande ist zu gestalten, konnten wir dann am Dienstag bewundern: Die „Grotta dell’edera“. Durch einen engen Zustieg, den man am besten mit Stirnlampe bewältigt, gelangt man, zuletzt den Rucksack vor sich her schiebend, in die fast kreisrunde Grotte. Nach oben hat die Grotte mehrere Öffnungen und ein große Öffnung auch auf halber Höhe zur Talseite. Man glaubt sich darin schon fast in einer Kathedrale zu befinden mit zahlreichen kreisrunden Seitenaltären. Trotz Kletterschwierigkeiten ab 6b konnten wir dort einige Routen klettern und fast jeder Teilnehmer gelangte auch bis zur Umlenkung. Den Rückweg nach Finale trat dann ein Teil der Gruppe zu Fuß an. Vorbei am „Castel Gavone“ ging es in die Altstadt von Finalborgo. In einer Bar wurde dort noch das Flair dieser schönen Stadt aufgesogen, bevor es wieder weiter nach Finale ins Hotel ging.

Speziell die Route „Rombo di Vento“ lockte einige von uns am Mittwoch ein zweites Mal an den Rocca die Corno. Dort wurde bis über Mittag noch einmal alles geklettert, was dem einzelnen möglich war. Zwei Kletterer hatten sich nun schon ausgeklinkt, David war für diesen Tag zu den Radfahrern „übergelaufen“ und von den Radfahrern ist die Verena zu den Kletterern gewechselt. Somit waren wir wieder zu sechst im Klettergarten. Nachmittags verließen wir den Rocca die Corno und fuhren an den Rocce dell’Orera um sich dort mit Heini und ein paar Radlern zu treffen, die auch mal in die Senkrechte gehen wollten. Dieser Sektor ist vom malerischen Ort Verezzi besonders leicht zu erreichen und bietet einige leichtere Touren. Dank rauem Fels ist Nadine jetzt auch die Preisaufkleber an der Sole ihrer bis dahin ungebrauchten Kletterschuhe los.

Am Donnerstag stand der Rocca di Perti mit dem Sektor „Plazza dell’Oasi“ auf dem Programm. Dieser Sektor mit bequemen Wandfuß und kurzem Zustieg bietet sehr viele Routen auf dichtem Raum. Damit nicht wieder der Nachmittags-Kaffee ausfällt und wegen der schon dünnen Haut auf den Fingern wechselten wir zeitig auf den Sektor „Stadtplatz Finalborgo“. Dort ging sich außer Kaffee auch noch ein Bier aus, das mit einem reichlichen Gedeck serviert wurde.

Am Rocca Carpanea im Sektor „Pilastrino mirovino“ legten wir am Freitag zum letzten Mal Hand an den Fels von Finale. Unterschiedlichste Felsarten und Routen in diesem Sektor zeigten uns noch einmal die Vielfalt der Klettermöglichkeiten in Finale.
Nach Mittag trafen wir uns dann mit den Radlern vor dem Hotel. Nach dem Bepacken der Fahrzeuge ging es ein letztes Mal in den Stadtplatz von Finale und wir genossen dort italienisches Eis oder einen Capuchino vor der Abfahrt nach Hause.

Leitung: Stefan Stadler und Georg Eckart 
Bericht: Georg Eckart 
Bilder: Stefan Stadler, Georg Eckart

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