Skitourentechnik

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Spitzkehren, Spurenanlage und Schweinsbraten auf der Teisendorfer Hütte

Samstag, 01.02.2020,
Treffpunkt 08:30 Uhr an der Talstation der Predigtstuhlbahn: Wir brechen auf zum Skitouren Technikkurs unter dem Motto ‚Spitzkehren, Spurenanlage und Schweinsbraten‘. Weil unsere bunte Truppe von acht Kursteilnehmern sehr vorbildlich und überpünktlich vor Ort war, durften wir mit einer außerplanmäßigen, allerersten Bahn Richtung Teisendorfer Hütte starten.      

Kurz die Rucksäcke abgelegt, ging sie auch schon los: die anspruchsvolle und für uns Anfänger sehr herausfordernde Abfahrt zum Trainingsgelände rund um die Schlegelmulde. Den guten Tipps und der Geduld der Kursleiter Klaus und Armin war es zu verdanken, dass wir trotz einiger Stürze in das batzige Weiß verletzungsfrei unten ankamen.        
Nach kurzer Vorstellungsrunde und theoretischer Einführung wurden die Felle aufgezogen und dann ging es los: das Spitzkehrenmassaker!    
Wie ist es falsch und wie mache ich es richtig? Üben, üben, üben war angesagt! Nach der Mittagspause konnten wir bei frühlingshaften Temperaturen und strahlendem Sonnenschein unser erlerntes Können unter Beweis stellen: Auf 300 Höhenmeter Aufstieg bauten Klaus und Armin so viele Spitzkehren in ihre Aufstiegsspur ein, wie es bei dem wenigen Schnee nur irgendwie möglich war. 
Auf der Hütte angekommen erwartete uns das Hüttenteam mit Kaffee, Kuchen, Weißbier und Terrassen-Lounge – ein Traum! Vor dem Abendessen gab es eine Feedback-Runde – die für die Guides sehr positiv ausfiel – und eine kleine Theorieeinheit zum Thema Rucksack, Material und Co. Und dann wurde aufgetischt: fünf Kilogramm Schweinsbraten, Knödel und Krautsalat, bis alle restlos satt waren. Gemütlich ließen wir den Abend mit einem Spaziergang zum Gipfelkreuz, Gitarrenmusik und dem ein oder anderen Bier ausklingen.        
Am nächsten Morgen war das Wetter um einiges besser als vorher berichtet. Dennoch wollten wir uns wegen einer Unwetterwarnung vor Sturmböen nicht auf die Bahn verlassen und fuhren mitsamt Gepäck ab zur Schlegelmulde. Das technische Wissen vom Vortag wurde vertieft und wir Teilnehmer hatten endlich das Gefühl, dass diese hochkomplexen Spitzkehren doch gar nicht so schwer sind. Mittags kam dann der angekündigte Regen und wir beschlossen einheitlich uns schnellstmöglich auf den Weg ins Tal zu machen. Leider war nicht viel mit Abfahren – nach wenigen hundert Metern mussten wir die Ski an den Rucksack schnallen und zu Fuß weiter absteigen. Aber so ist es nun einmal, bei einer Frühjahrsskitour Anfang Februar.
An dieser Stelle ein herzliches Vergelt‘s Gott im Namen aller Teilnehmer ans Hüttenteam für einen warmen Ofen und einen sauguten Schweinsbraten! Und natürlich an Klaus und Armin für einen sehr lehrreichen und lustigen Kurs, aus dem ein jeder von uns sehr viel nützliches Wissen und Können mitgenommen hat!

 

Bericht: Kathi Trattler
Bilder: alle Teilnehmer

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