übereinandergestapelte Gipfelnadeln

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Klettern am Salbit ; 11.-16. Juli 2020

Wunderschön! Komm mal um die Ecke, dann siehst Du etwas noch schöneres! Gewaltig!

Die filigrane Gipfelnadel ist in Bergsteigerkreisen ein unvergleichliches Fotomotiv. Den Südgrat muss man sich so vorstellen, dass zig dieser Gipfelnadeln übereinandergestapelt sind. Es geht links um die Kante kurz bergab. In der Scharte balanciert man sehr luftig über ein paar Zacken. Dann denn rechten Fuß mit einem weitem Spreizschritt gegen die Nadel pressen. Der Oberkörper beugt sich wieder rüber zur Kante, die Hände greifen den nächsten Riss. Und so weiter und so fort. Am Salbit ist das Klettern dreidimensional. Jeder Klettermeter macht Spaß! Jeder Griff ist da wo er hingehört, es findet sich immer ein Tritt. Jede der 15 Seillängen ist spannend. Ein Traum!

In der Salbithütte waren wir, trotz Corona-Maßnahmen bestens untergebracht. Zum Frühstück gab es zum üblichen Buffet einen frisch gebackenen Hefezopf. Es schmeckt wie zu Hause bei Oma. Jeder Gang des Abendessens wurde in der Hütte frisch gekocht – unheimlich lecker!

Beim Hüttenzustieg war der Salbitschijen, der im Volksmund kurz als Salbit bezeichnet wird, noch im Nebel verhüllt. Am Morgen wendet sich das Blatt und die Silhouette der zackigen Urner Granitberge waren mit leuchtendem Morgenrot hinterlegt. Doch das wussten nicht nur wir zu schätzen und deshalb gab es an diesem schönen Tag Stau am Südgrat. Doch auf den bequemen Podesten in der Sonne zu sitzen ist nun wirklich nicht schlimm. Zumal man vom Südgrat den nochmal deutlich imposanteren Westgrat bestaunen kann.

Die folgenden Tage lassen wir es ein wenig ruhiger angehen. Auch täglich am Abend angekündigte Schauer zwingen uns dazu. Aber wir hatten ja schon unsere Traumroute geklettert und dann nimmt man das sehr gelassen. Schließlich wurde das Wetter ganz schlecht und im dichtem Nebel bei Dauerregen verabschieden wir uns von den Schweizer Bergen. Auf Wiedersehen. Wir meinen es ernst!

Tourenleitung, Fotos und Bericht: Stefan Stadler

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